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Curriculum Ego-State-Therapie (S1): Arbeit mit ressourcenreichen Ego-States

Beziehungsaufnahme und Stabilisierung

Termin: 27. - 28.10.2017 Sem.Nr.: 171-03

Kursgebühr: 410,00 € Online anmelden

Inhalt:
Die Ego-State-Therapie stellt ein Energie- und Teilemodell der Persönlichkeit dar (Frederick, 1994, Phillips & Frederick 1995, Watkins & Watkins, 1997). Das Ich wird dabei durch eine Anzahl von Ich-Zuständen, also Ego-States beschrieben, die durch mehr oder weniger durchlässige Grenzen voneinander getrennt sind.

Die Annahme, dass die menschliche Persönlichkeit aus mehreren Teilen, Ich-Zuständen oder Subselbsten zusammengesetzt sei, ist nicht neu und wurde von vielen bedeutenden Theoretikern und Klinikern vertreten, wie Janet (1919, 1976), William James (1890, 1983), Morton Prince (1905, 1978), Franz Alexander (1930), Jung (1969) und Milton H. Erickson (1940, 1980). In der Psychotherapeutischen Landschaft lässt sich eine Reihe von Teile-Modellen finden, die auf dieser Grundannahme beruhen. John und Helen Watkins konzeptualisierten in den neunziger Jahren das Modell der Ego-State-Therapie. Sie griffen dabei auch besonders auf hypnotherapeutische Konzepte zurück. Die Grundhaltung, dass jedes Individuum einzigartig ist und über wichtige Ressourcen verfügt, spielt in diesem Ansatz eine bedeutende Rolle.

Jeder Ego-State wird als ein anpassungsfähiges Mitglied eines inneren Systems betrachtet, das sich auch als innere Familie beschreiben ließe. Ego-States zeichnen sich durch eigene Wahrnehmungen, Gefühle, Überzeugungen, Körperzustände und Bedürfnisse aus. Sie können zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Anlässen im Leben eines Menschen entstehen. Das heißt, Ego-States existieren bei jedem Menschen, also auch im sogenannten Bereich normalen Erlebens. Ego-States haben eine spezifische, protektive Funktion. Die Entstehung und Funktion der Ego-States steht eng mit Bindungserlebnissen, Lernerfahrungen, kritischen Lebensereignissen und traumatischen Erfahrungen in Zusammenhang.

Eine Pathologie zeigt sich gewöhnlich dann, wenn Uneinigkeiten oder ein Mangel an Kooperation zwischen den Ego-States auftreten. Das Ziel der Ego-State-Therapie ist die Integration, die als ein Zustand verstanden wird, in dem die einzelnen Ego-States in respektvoller und vollständiger Kommunikation miteinander stehen und in harmonischen und kooperativen Beziehungen miteinander existieren. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen vielfältige spezifische Interventionen zur Verfügung. In die phasenorientierte Arbeit mit der Ego-State-Therapie lassen sich darüber hinaus verschiedenste psychotherapeutische Methoden kreativ integrieren. Die Ego-State-Therapie ist neben ihrer Anwendung als ressourcenaktivierende Traumatherapiemethode auch zur Behandlung eines breiteren Störungsspektrums sehr gut geeignet.

Ab 2017 bieten wir einen "Kompaktkurs Ego-State-Therapie" an. Damit reagieren wir auf den Bedarf der Mehrzahl unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer: der Mehrzahl von ihnen reicht es, die Methode gut anwenden zu können; sie streben nicht das Zertifikat als Ego-State-Therapeut an. Deshalb vermitteln wir kompakt in drei Seminaren die notwendigen Kompetenzen, um die Ego-State-Therapie bei  weniger komplexen Problematiken anwenden zu können. Auf Wunsch können Sie dieses Wissen in einem vierten Seminar vertiefen. Diese vier Seminare werden als S1, S2, S4 und S7 des zertifizierten Curriculums Ego-State-Therapie (Ego-State-Therapie Arbeitsgemeinschaft Deutschland, EST-DE) anerkannt. Wir empfehlen dingend Einzel- und Gruppensupervision, die bei den Seminaren selbst terminlich abgesprochen werden kann.

Inhalte:
Im Seminar wird den TeilnehmerInnen ein Einblick in die theoretischen Ansätze, die Methoden und Behandlungsstrategien der Ego-State-Therapie praxisnah und abwechslungsreich vermittelt. Durch Demonstrationen und Übungen sehen wir, wie ressourcenreiche Ego-States aktiviert und für das innere System nutzbar gemacht werden. Daneben wird die Kontaktaufnahme mit beeinträchtigten Ego-States, die konflikthaft verstrickt sind, erprobt und Lösungsstrategien über die Verbindung mit ressourcentragenden States erarbeitet. Das Seminar wird die Möglichkeit bieten, erste Schritte der Ego-State-Therapie unmittelbar anzuwenden, also in die eigene psychotherapeutische Arbeit einzuflechten. Es soll auch Lust darauf machen, sich mehr mit diesem Ansatz und seinen vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten zu beschäftigen. Das Seminar ist als S1 Seminar der Ego-State-AG Deutschland anrechenbar.

Zertifizierung:
Für das Seminar werden von der LPK voraussichtlich 20 Punkte angerechnet.

Teilnahmevoraussetzung und Zielgruppe:
Voraussetzung zur Seminarteilnahme ist die Qualifikation als Ärztlicher Psychotherapeut, Psychologischer Psychotherapeut oder als app. Kinder- und Jugendtherapeut. Bei anderen beruflichen Qualifikationen, insbesondere fehlenden Voraussetzungen zur Approbation, bitten wir um Rücksprache. Eine psychotherapeutische Tätigkeit oder entsprechende berufliche Erfahrung ist ebenfalls Voraussetzung.

Bei diesem Seminar handelt es sich um das Seminar 1 des zertifizierten Curriculums Ego-State-Therapie (Ego-State-Therapie Arbeitsgemeinschaft Deutschland, EST-DE).

Informationen zum Seminar 2 finden Sie hier >. 

Die Seminare können einzeln gebucht werden, ihre Inhalte bauen aufeinander auf. Details zur Ausbildung finden Sie auf http://est-a.de/

Maximale Teilnehmerzahl: 30

Termine/Folgeseminare:
27.10.-28.10.2017
1. Tag: 10.00-18.00 Uhr
2. Tag: 09.00-17.00 Uhr

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Referent/Referentin

Helmut Rießbeck

Dr. Helmut Rießbeck

Anerkannter Trainer von Ego State Therapy International (ESTI). Tiefenpsychologisch fundierter Ärztlicher Psychotherapeut – Psychotraumatologie
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Rückfragen an:

Spring

Daniela Spring

Leiterin Akademie im Park
Telefon: 06222 55-2751
E-Mail: daniela.spring@akademie-im-park.de
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