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Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen

Termin: 13. - 14.07.2017 Sem.Nr.: 171-21

Kursgebühr: 351,00 € Online anmelden

Inhalt:
Schlafstörungen stellen aufgrund ihrer Häufigkeit eine Volkskrankheit dar. Sie können negative Auswirkungen auf die Gesundheit, die Lebenserwartung, das Leistungsvermögen, das psychische Befinden und nicht zuletzt die Arbeitsfähigkeit und die Verkehrstauglichkeit aufweisen. Klinisch wissenschaftlich werden mehr als 50 Formen und Ursachen von Schlafstörungen unterschieden.

Dabei nehmen die Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnien) aufgrund ihrer Häufigkeit von 6 % der Bevölkerung und ihrer schweren Behandelbarkeit mit einhergehender Chronifizierungsneigung eine zentrale Rolle sowohl im ambulanten als auch stationären Sektor ein. Insomnien sind bei Schichtarbeit besonders häufig. Je nach Studie leiden mehr als 60% der Beschäftigten im 3-Schicht Betrieb an Schlafstörungen. Insomnien bergen u. a. ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und die Entwicklung psychischer Störungen. Bei Schichtarbeitern kommen zusätzlich erhöhte Risiken für Magen-Darm Erkrankungen und Krebs hinzu. Aufgrund des hohen Leidensdruckes der Patienten bei gleichzeitig fehlender therapeutischer Alternativen werden Schlafmittel noch immer zu lange und zu häufig verschrieben. Gegenwärtig sind in Deutschland zwischen 1,1 und 1,9 Mio Personen schlafmittelabhängig. Neuere, evidenzbasierte verhaltensmedizinische und verhaltenstherapeutische Methoden mit nachgewiesener hoher Wirksamkeit werden gegenwärtig häufig noch nicht eingesetzt.

Schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS), wie beispielsweise die obstruktive Schlaf-Apnoe stellen sowohl Ärzte als auch Pflegekräfte im Krankenhaus, als auch den niedergelassenen Arzt vor diagnostische und therapeutische Herausforderungen. Studien zeigen, daß eine effiziente Therapie das wissenschaftlich nachgewiesene erhöhte Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall nachhaltig reduzieren und auf das Niveau Schlafgesunder senken können. Aber auch weitere Schlafstörungen, wie beispielsweise das Restless-Legs Syndrom, die Narkolepsie, Alpträume und Schlafwandeln stellen noch vielerlei diagnostische und therapeutische Herausforderungen dar.

Folgende Schwerpunktthemen werden behandelt:
Im Rahmen des Seminares werden die diagnostischen und therapeutischen Methoden der modernen Schlafmedizin sowohl für Ärzte als auch Pflegekräfte vermittelt. Dabei werden die neuesten medikamentösen, verhaltensmedizinischen und verhaltenstherapeutische Ansätze bei Insomnien und anderen häufigen Schlafstörungen wie z. B. dem Restless-Legs Syndrom vorgestellt. Ein Schwerpunkt wird auf die Behandlung von Schlafstörungen bei Schichtarbeit gelegt. Bei schlafbezogenen Atmungsstörungen werden neben dem diagnostischen Stufenkonzept und den häufigen komorbiden Erkrankungen vor allem auch die entsprechenden verhaltensmedizinischen, chirurgischen und apparativen Therapieformen (Protrusionsschienen, nächtliche Ventilationstherapiegeräte: nCPAP, BiPAP, ASV etc) ausführlich behandelt. Aber auch seltenere Schlafstörungen, wie das Schlafwandeln, die Narkolepsie, nächtliche Alpträume werden in der Behandlung vorgestellt. Darüber hinaus werden die Zusammenarbeit und die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten einer schlafmedizinischen Abteilung (Schlaflabor) beschrieben. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt liegt auf der Beurteilung der Fahrtüchtigkeit, Arbeitsfähigkeit und Schichtfähigkeit bei Schlafstörungen.

Zertifizierung:
Von der LPK werden 20 Punkte angerechnet.

Zielgruppe:
(stationär und ambulant tätige) Ärzte, Psychologen, Pflegekräfte, (Neuro-)Psychologen, Psychotherapeuten

Maximale Teilnehmerzahl: 22

Termine/Folgeseminare:
13.07.-14.07.2017
1. Tag: 10.00-18.00 Uhr
2. Tag: 9.00-17.00 Uhr

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Frühbucherpreis: 351,00 €
Kursgebühr ab 13.05.2017: 390,00 €

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Referent/Referentin

Hans-Günter Weeß

Dr. Hans-Günter Weeß

psychologischer Psychotherapeut, Somnologe, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)
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Rückfragen an:

Weise

Inga Weise

Bildungsreferentin
Telefon: 06222 55-2752
E-Mail: inga.weise@akademie-im-park.de
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