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Grundlagen der Pflege in der Psychosomatik

Termin: 06. - 10.02.2017 Sem.Nr.: 172-02-A

Weitere Termine siehe unten!

Kursgebühr: 2100 € Online anmelden

Aufgabe der psychosomatischen Pflege ist es, sich mit einer selbstreflektierenden Persönlichkeit dem Patienten in der zeitlich begrenzten Begegnung und Begleitung die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch von Gefühlen und Erfahrungen zu geben. Dies beinhaltet ein umfassendes Begleiten und Unterstützen von Menschen, die sich in Lebenssituationen befinden, die für sie nicht mehr tragbar sind und deshalb professionelle Hilfe benötigen. Das wesentliche Instrument dabei ist die von Empathie und Akzeptanz getragene Beziehung zwischen dem erkrankten Menschen und der Pflegeperson. Ziel ist es, diesem Menschen die Hilfe zukommen zu lassen, die er für ein unabhängiges Leben benötigt.

Pflege in jedem Fachgebiet befasst sich innerhalb zwischenmenschlicher Beziehungen mit den Lebensprozessen von Menschen und den Bedürfnissen, die sich aus diesen Prozessen und aus sozialen Beziehungen ergeben. Anders als in der somatischen Pflege fallen viele klassische Instrumente der Pflege in der Psychosomatik weg. Diagnostische Tests, (z. B. RRMessungen) finden seltener und weniger routinemäßig statt. Da es „die“ psychosomatische Pflege nicht gibt (mit Rezepten, Standardisierungen oder konkreten Vorgaben) zielt diese Seminarreihe auf die eigene professionelle Weiterentwicklung der Pflegeperson. Was jede erfolgreiche Pflegefachperson ausmacht ist, dass sie in einem ständigen inneren, achtsamen Dialog mit sich selbst ist, über die Phänomene, die in der Beziehung mit den Patienten geschehen (oder nicht geschehen). Je mehr sie lernt, die Bedeutung der Wahrnehmung von sich selbst und der stattfindenden Interaktion mit Patienten zu beobachten und zu hinterfragen, umso größer kann der Nutzen sein, den der Patient aus der Beziehung zu ihr ziehen kann. Ein besonderer Schwerpunkt der psychosomatischen Pflege ist, das eigene Handeln in die vorhandenen psychotherapeutischen Konzepte einzubetten und abzustimmen. Die Pflegefachperson ist sich im Klaren, dass nicht nur ihr Wissen oder ihre Handlungen wirken, sondern dass insbesondere ihre Person wirkt. Ihre Haltung und Einstellung zum Menschen, zum Leben, zu Erkrankungen, zum Pflegeberuf selbst erzeugt eine Wirkung. Darum legt dieses Seminar einen Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit ihrer Haltung und ihrer Reflexion von erlebten Begegnungen, um aus diesen – geknüpft an theoretische Inhalte – einen wertvollen Nutzen für die eigene praktische Arbeit im psychosomatischen Feld zu gewinnen.

Inhalte u. a.

  • Pflegetheorie
  • ausgewählte Verfahren der Psychotherapie
  • Personzentrierte Gesprächsführung
  • Krankheitslehre und pflegerische Aspekte bei Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie Depression, Essstörungen, Suizidalität, Persönlichkeitsstörungen, Posttraumatische Belastungsstörung
  • Krankheitsbewältigung, Krisenintervention
  • Gruppen leiten
  • Balint-Arbeit, Achtsamkeitsübungen

Die Seminarreihe umfasst insgesamt 21 Tage in fünf Blöcken. Sie schließt mit einem Kolloquium
zu einer selbst erstellten Facharbeit ab. Die erfolgreiche Teilnahme wird in einem
Abschlusszertifikat bestätigt.

Das ausführliche Curriculum finden Sie hier >>.

Zielgruppe:
Pflegepersonen von psychosomatischen Stationen

Maximale Teilnehmerzahl: 16

Termine/Folgeseminare:
Block 1: 06.02.-10.02.17
Block 2: 27.03.-31.03.17
Block 3: 19.06.-22.06.17
Block 4: 03.07.-07.07.2017
Block 5: 19.-20.07.2017
jeweils 9.00-17.00 Uhr

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Referent/Referentin

Ruth C. Ahrens

Ruth C. Ahrens

RN, MScN, Pflegewissenschaftlerin, GuK für Psychotherapie und Psychosomatik
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Susanne Brose-Mechler

Dr. Susanne Brose-Mechler

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Funktionsbereichsleiterin im zfpG Schwetzingen/Weinheim.
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Rainer Faber

Dr. Rainer Faber

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Ärztlicher Leiter einer Psychosomatischen Klinik.
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Tobias Link

Tobias Link

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Suchtmedizin, Ärztlicher Leiter des zfpG Neckar-Odenwald.
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Rückfragen an:

Weise

Inga Weise

Bildungsreferentin
Telefon: 06222 55-2752
E-Mail: inga.weise@akademie-im-park.de
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