Wenn Hilfesysteme an ihre Grenzen kommen

Inhalte

  • Komplexe Verhaltensmuster verstehen
    - Warum Menschen Hilfesysteme an ihre Grenze bringen können. 
    - Bindungs- und Entwicklungstraumata. 
    - Beziehung als Ort der Symptomatik. 
    - Warum Systeme häufig ungewollt zur Eskalation beitragen.
  • Die Psychologie hinter dem Verhalten
    - Selbstschema
    - Kernmotiv
    - Selbstbild nach außen
    - Basismotive
    - das Pendel der Handlungsfähigkeit
    - die innere Logik herausfordernden Verhaltens 
  • Therapeutische Interventionen
    - Beziehung vor Verhalten
    - motivorientierte Gesprächsführung
    - Grenzen therapeutisch gestalten
    - Umgang mit Machtkämpfen
    - Interventionen bei Selbstverletzungen
    - Interventionen bei Fremdaggression
    - Umgang mit Beziehungsabbrüchen
    - Stabilisierung nach Eskalationen
  • Teams handlungsfähig halten
    - Spaltungsprozesse erkennen
    - Übertragung und Gegenübertragung
    - Teamdynamiken verstehen
    - Reflecting Team als therapeutisches Instrument
    - gemeinsame therapeutische Haltung entwickeln
  • Praxiswerkstatt
    - Arbeit an Originalfällen der Teilnehmenden
    - Analyse realer Eskalationssituationen
    - Entwicklung konkreter Interventionsstrategien
    - Transfer in den Berufsalltag

Ziel
Die Teilnehmenden lernen, das Verhalten sogenannter Systemsprenger als Ausdruck innerer psychologischer Prozesse zu verstehen und daraus gezielte therapeutische Interventionen abzuleiten. Dadurch entstehen mehr Sicherheit im Umgang mit komplexen Situationen, eine gemeinsame therapeutische Sprache im Team und tragfähige Beziehungen auch dort, wo bisher vor allem Eskalationen erlebt wurden. 

Methoden

  • kompakte Fachimpulse
  • Live-Demonstrationen
  • Fallanalysen
  • therapeutische Rollenspiele
  • strukturierte Interventionsübungen
  • Arbeit an Originalfällen
  • Reflecting-Team-Sequenzen
  • kollegiale Fallberatung
  • Entwicklung individueller Handlungsstrategien

Termin
14.06.-15.06.2027
9.00-17.00 Uhr

Referent
Dietmar Böhmer

Seminarnummer
272-05

Kursgebühr
Frühbucherpreis: 485,00 €
ab 14.04.2027: 540,00 €

Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende aus Psychiatrie; Kinder- und Jugendpsychiatrie; Forensischer Psychiatrie; Jugendhilfe; Eingliederungshilfe; Suchthilfe; Intensivpädagogik; Wohngruppen; Maßregelvollzug; Kriseneinrichtungen

Maximale Teilnehmerzahl
20

Referent
Dietmar Böhmer

mehrjährige Tätigkeit im polizeilichen Sonderdienst, Studium der Sozialen Arbeit, integriertes Studium Organisationspsychologie

Sie haben Fragen?
Inga Weise Bildungsreferentin